Die Iris- oder Augendiagnose ist eine Hinweisdiagnostik, derer ich mich neben der Erstanamnese bediene. Ich benutze die Kenntnisse aus der Anamnese und aus der Betrachtung des Auges, um sowohl präventiv als auch kurativ zu therapieren.

Die Augendiagnose ist in ihrer heutigen Form 150 Jahre alt und beruht hauptsächlich auf den Forschungen des ungarischen Arztes Ignatz von Peczely. Sie bezeichnet eine Methode, bei der man aus spezifischen Zeichen in der Regenbogenhaut (Iris) und den anderen sichtbaren Teilen des Auges (Bindehaut, Lider, Wimpern, etc.) Informationen über den gesundheitlichen Zustand des Gesamtorganismus bekommt. Der Augendiagnostiker sieht eine Widerspiegelung des Körpers mit all seinen Organen, die sich in einer strengen, aber logischen, systematischen Ordnung darstellen – gleich einer Landkarte.

Farbe und Struktur der Iris eines Patienten geben damit Aufschluss über die Konstitution, die Disposition und die Diathese. Der Behandelnde erhält einen Einblick ins lebendige Bindegewebe und erkennt somit Krankheitstendenzen sowie mögliche Schwächen des Organismus.

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